Bio wächst! Projekt Biometropole

Mit viel Netzwerk- und Überzeugungsarbeit dreht das Umweltreferat mit wenig personellen Ressourcen große Räder bei der Förderung von Öko-Lebensmitteln in Nürnberg. Ein Riesenerfolg ist die Flagschiffveranstaltung BioErleben, die jedes Jahr mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher auf den Hauptmarkt lockt.

In den letzten Jahren sind aber zum Beispiel auch erfolgreich Vermarktungsstrukturen für das Urgetreide Emmer etabliert worden und das Umweltreferat hat ein Projekt zur Förderung der solidarischen Landwirtschaft in der Region Nürnberg initiiert.

Ein Kernanliegen des Projekts Biometropole Nürnberg ist die Nachfrage nach regionalen Bio-Lebensmitteln zu steigern, vor allem seitens öffentlicher Einrichtungen etwa über Großküchen oder bei Veranstaltungen der Stadt. Koordinieren, informieren und vernetzen stößt dort aber oft an Grenzen, wenn es keine verbindlichen Maßgaben oder Fördergelder gibt. Das zeigen Kitas und Schulen, wo der Bioanteil seit 2010 mehr oder weniger stagniert. Damit können wir nicht zufrieden sein. Bei den Kitas wird jetzt durch ein neues Ausschreibungsverfahren gegengesteuert – bio regional saisonal soll in die Ausschreibung. Eine große Baustelle sind auch die städtischen Betriebe, die laut Beschlusslage bis 2020 eigentlich 25% Bio erreichen sollten. Viele liegen noch unter 10%. Besonders kläglich ist die Bilanz beim Klinikum Nürnberg, wo der Anteil in den letzten Jahren von 10% auf magere 2,5% gesunken ist. Bei diesen Punkten müssen wir in den nächsten Jahren richtig Gas geben. Wir werden da immer wieder nerven und nachhaken.

Dennoch stehen wir im Städtevergleich insgesamt sehr gut da und sind in Sachen Bio definitiv Vorbild für andere.

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