Konzertsaaldebatte: Exkursion nach Bochum

Mitglieder des Kulturausschusses und Angehörige der Stadtverwaltung besuchten Ende Oktober die Baustelle des „Musikforums Bochum“, dessen Kernstück ein Konzertsaal für die Symphoniker der Stadt ist.

Mein Fazit: Es war interessant zu erfahren, wie durch strenges internes und externes Kostencontrolling sowie Abspecken der Planungen der Finanzrahmen für das Projekt (fast) vollständig eingehalten werden konnte, und wie ein zweistelliger Millionenbetrag aus privaten Spenden aus der Bochumer Bürgerschaft für das Projekt zu Stande kam.

Der Vergleich mit dem Projekt Konzertsaal in Nürnberg ist allerdings nur sehr eingeschränkt möglich: So bauen die Bochumer einen Saal mit einer relativ kleinen Bühne, der passgenau auf die Bedürfnisse der Symphoniker zugeschnitten ist. Auch müssen sie z.B. keine neuen Parkmöglichkeiten schaffen, da Kontingente in einem nahegelegenen Parkhaus genutzt werden können. Uns wurde von ArchitektInnen und TechnikerInnen eindringlich empfohlen, einen neuen Saal entweder auf Musikakustik oder auf Sprechakustik anzulegen – was in meinen Augen noch einmal ein Fragezeichen hinter die bisher von der Stadt geplante Mischnutzung von Konzert- und Tagungsbetrieb in der Meistersingerhalle setzt.

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