Pressemitteilung der Oberbürgermeisterkandidatin Britta Walthelm

 

23. Februar-1. März: Themenwoche „Flächen klug nutzen“

Für eine faire Verteilung und kluge Nutzung knapper Flächen. Grüne OB-Kandidatin setzt auf Neubelebung statt Neubau, generationenangepasstes Wohnen und Platz für Kultur bei Tag und Nacht.

Wie verteilen wir den knappen Raum in Nürnberg fair? Das ist wohl eine der zentralen Gerechtigkeitsfragen Nürnbergs. Britta Walthelm stellt diese in den Mittelpunkt ihrer Themenwoche „Flächen klug nutzen“.

Flächengerecht heißt für die grüne OB-Kandidatin, Boden nicht weiter zu versiegeln, sondern Leerstand zu aktivieren, umzunutzen und bestehende Gebäude zu beleben, bevor neu gebaut wird.
Generationengerechtigkeit schaffen wir, indem Wohnraum so geplant wird, dass er sich an unterschiedliche Lebensphasen anpasst – mit flexiblen Grundrissen, kleineren wie größeren Einheiten und quartiersnahen Angeboten, damit Jung und Alt im Stadtteil bleiben können. Zugleich braucht eine lebendige Stadt kulturellen Raum, der von Anfang an mitgeplant wird: Ateliers, Proberäume, Clubs und Orte der Begegnung – bei Tag und Nacht und im Zentrum wie in den Stadtteilen.

Die grüne OB-Kandidatin setzt deshalb auf Neubelebung statt Neubau, auf generationenangepasstes Wohnen und auf eine Stadtentwicklung, die Kulturinitiativen stärkt. So wird kluge Flächennutzung zur sozialen, ökologischen und kulturellen Zukunftsstrategie.

Britta Walthelms fünf Ziele für einen klugen Umgang mit Flächen in Nürnberg:

1. Wohnen anders denken – für alle Generationen

Bezahlbarer Wohnraum für alle Generationen muss aktiv geschaffen werden, damit Familien und junge Menschen nicht verdrängt werden. Das Dogma „Bauen, bauen, bauen“ greift viel zu kurz. Stattdessen sollen Leerstände bei Wohn- und Gewerbeflächen konsequent genutzt, Zweckentfremdung (z. B. Airbnb) begrenzt und Sanierung vor Abriss gestellt werden. Wohnungstauschbörsen und generationenübergreifendes Wohnen stärken soziale Durchmischung und lebendige Stadtteile. „Beispiele wie die ehemalige Quelle zeigen, dass eine Umnutzung von Gewerbeflächen möglich ist. Aber auch Potenziale zum Aufstocken müssen systematisch genutzt werden. Hierfür brauchen wir ein aktives Management seitens der Stadt“, betont Britta Walthelm. „Außerdem werde ich als Oberbürgermeisterin Entsiegelungsaktionen zum Mitmachen starten. So sind die Nürnbergerinnen und Nürnberger aktiver Teil der Lösung für eine grünere, klimaangepasste Stadt.“

2. Räume für Kultur schaffen

Kultur braucht in Nürnberg verlässliche Strukturen, bezahlbare Räume und kreative Orte. Das bedeutet langfristige Mietverträge, ausreichend Platz für Ateliers, Probenräume und Co. sowie eine effektive Koordinierungsstelle für Räumlichkeiten. „Als Oberbürgermeisterin möchte ich städtische Kultureinrichtungen und Gebäude für die Freie Szene und neue Kulturinitiativen leichter zugänglich machen, etwa für Ausstellungen, Performances und Konzerte. Leerstände wie die Alte Feuerwache in Himpfelshof, das ehemalige August-Meier-Heim oder Läden in der Innenstadt sollen für Kultur geöffnet werden“, sagt Britta Walthelm.
Das Netz der Kulturläden in den Stadtteilen möchte sie erweitern, denn diese sind niedrigschwellig und bilden zugleich die kulturelle Vielfalt Nürnbergs ab. Sie sind damit elementarer Bestandteil der Kulturlandschaft und soziale Treffpunkte in den Stadtteilen. Insbesondere die ausgeprägten Kooperationsstrukturen mit Schulen, Kitas, Bürgervereinen u. v. m. verankern sie fest im sozialen Leben der Stadtteile.

3. Kultur auch draußen!

Nürnberg ist Festival- und Open-Air-Stadt. Doch auch „Open Air“ ist der Raum knapp. Um ein faires Zusammenspiel kommerzieller, unkommerzieller und institutionalisierter Akteur*innen für eine bessere Nutzung unserer Plätze und Freiluftflächen zu erreichen, setzt Britta Walthelm auf ein neues Open-Air-Konzept. „Dabei will ich Kultur auch an ungewöhnliche Orte bringen, z. B. auf unsere städtischen Friedhöfe oder brachliegende Industrieflächen“, so Walthelm.

4. Neues Leben auf den Straßen: vom Parkplatz zum Begegnungsort im Superblock

Gerade in dicht bebauten Vierteln brauchen Kinder, ältere Menschen und Familien sichere öffentliche Räume zum Spielen und als Treffpunkte – anstatt parkender Autos. Superblocks wie in Gostenhof schaffen mehr Lebensqualität, wenn sie Straßen vom Autoverkehr befreien und Raum für Begegnung, Spiel, Aufenthalt und Gärtnern direkt vor der Haustür eröffnen. „Durch unabhängig organisierte Planungswerkstätten, in denen Anwohnende, Handel und Initiativen gemeinsam Lösungen entwickeln, entstehen gemeinsame Ideen statt Frust. Ergänzend könnten geloste Bürgerräte eine repräsentative Mitwirkung sichern, sodass die Umgestaltung demokratisch legitimiert und langfristig tragfähig weitergeführt werden kann“, erläutert Britta Walthelm.

5. Lebendige, vielfältige Innenstadt – bei Tag und Nacht

In Nürnberg gehen wir „in die Stadt“. Das zeigt den Stellenwert der Innenstadt als Einkaufsort, als Treffpunkt, als Zentrum der Kultur- und Gastroszene und des Nachtlebens. „Mir ist wichtig, dass Nürnberg keine Stadt ist, in der die Gehsteige abends hochgeklappt werden“, so Britta Walthelm. „Dafür brauchen wir eine Stadtplanung, die auch das Nachtleben berücksichtigt und mögliche Konflikte managt“, erklärt sie. Die Altstadt ist auch Raum des öffentlichen Diskurses und ein politischer Raum. Im Umgang mit rechtsextremen Demonstrationen ist eines notwendig: eine klare Haltung. Symbolträchtige Orte wie die Straße der Menschenrechte sind für Walthelm daher tabu.

 


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Britta Walthelm
Oberbürgermeisterkandidatin
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